Perhentian - III
10 April 2007 | Daily, Reisen | No Comments
Wir haben es wieder getan! Auf meiner Malaysia-Abschiedstournee ging es dieses Wochenende mit Ayse zum (vorübergehend) letzten Mal nach Perhentian Island, um dort noch einmal das Inselparadies zu erleben. Diesmal ging es mit dem Nachtbus (Mutiara Ekspress, von der Putra Station) direkt zum Fischerdorf Kuala Besut, wo wir um 5:30 Morgens ankamen und noch gemütlich frühstücken konnten. Ich hatte sogar noch Zeit mit dem netten Öfentliche-Toiletten-Mann zu plaudern (”Wie läuft das Geschäft?”), der natürlich hocherfreut über meine Sprachkenntnisse war.
Mit dem Speedboat ging es um 7Uhr los, bei rauhem Wellengang peitschte das Boot über das Südchinesische Meer, und war für uns wie Hochleistungssport - bei jeder Welle mussten wir uns abfedern, einen Orthopäden gibt es auf der Insel nämlich nicht. Mit an Bord war mal wieder der kleine Kapitän Mohamad, der so etwas wie mein Kumpel auf der Insel wurde.
Kurz vor Sonnenuntergang auf Coral Bay.
Auf der Insel warteten schon Nur und ihre Fotografin Marylin auf uns. Da so ziemlich alles ausgebucht war, haben die Beiden uns vor Ort ein Quartier organisiert. Dieses Mal also nicht Moonlight, sondern Panorama Chalet, genau in der Mitte vom Long Beach. Wer so früh am Morgen ankommt, der darf gleich loslegen. Ab an den Beach! Ab ins warme Wasser!
Dieses Mal war das Meer relativ rau, viele Wellen, und auch das Wetter nicht so stabil. Ab und zu hat es halt geschüttet, die Saison hat ja gerade erst angefangen. Es schien auch die Saison der Schweden zu sein. Wo man hinschaute, blonde Menschen. Solch ein Konzentration von Blonden habe ich seit Monaten nicht gesehen, ein echter Schocker!
Aber den Schock kann man im lauwarmen, türkisfarbenen Wasser leicht ertragen. Und beim Schnorcheln vergißt man das Drumherum sowieso. Und dieses Mal waren wir in Sachen Meerestiere ziemlich erfolgreich. Neben der großen Meeresschildkröte konnten wir auch den Hai sehen, den ich sogar noch mit meiner Kamera verfolgen konnte. Filme, die mein heroisches Verhalten dokumentieren, gibt es hier und hier zu sehen. Ein anderes Monster, diesmal aber auf dem Land, war die Riesenechse, die uns von den Inselbewohnern netterweise aus dem Busch gezogen wurde. Das hat der Reptilie natürlich nicht so gefallen, wie man hier sehen kann. Aber lustig mitanzusehen, wie schwer das Tier sein Gleichgewicht halten kann. Und da es auch nicht so gut sieht, kommt es schon mal vor, daß Touris einfach so umgerannt werden.
Zwei Fische namens Ayse und Felix.
Kulinarisch hat die Insel ja auch etwas zu bieten. Wo sonst kann man für 15,- RM (also etwa 3 Euro) ein komplettes Menü mit gegrilltem Fisch am Strand genießen? Der Fisch ist natürlich fangfrisch. Einziger Wermutstropfen: Alkohol gibt es nur in einigen Strandkneipen, und dann meistens etwas überteuert, es sei denn man steht auf Fusel wie “Orang Utang Likör”. Deshalb gilt: seinen eigenen Alk mitbringen. Wir taten das in Form einer Flasche Absolut, die abends unser ständiger Begleiter war.
Prost. Ein gutes Bier zum Sonnenuntergang.
Am Sonntag ging es Nachmittags wieder auf den Heimweg. Mit dem Schnellboot durch den Sturm, danach mit dem Nostalgie-Mercedes nach Kota Bahru. Die alten E-Klasse Benz sind wirklich eine Attraktion für sich. Unser taxi war über 25 Jahre alt und lief schon 1,8 Millionen Kilometer. Dafür war die Kiste noch in einem respektablen Zustand.
In Kota Bahru waren wir noch am Pasar Malam, dem bunten Abendmarkt, wo wir lecker und supergünstige diverse Murtabak und Konsorten verschlingen konnten. Die Leute in Kota Bahru freuend sich über jeden Kontakt mit Fremden. in der ultra-islamischen Stadt gibt es nicht viel Unterhaltung. Und nach 10 Monaten Malaysia entschloß ich mich endlich ein Paar Flip-Flops zu kaufen, 1 Woche vor meiner Abreise =).
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