Langkawi…

28 December 2006 | Reisen | No Comments

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…oder die Suche nach der Weihnachtlichkeit.
Nach ein paar Tagen Sendepause darf ich Euch heute von unserem Weihnachtstrip nach Langkawi erzählen, den wir sehr kurzfristig organisiert hatten. Dorothee und ich sind Freitags um Mitternacht schon in den Nachtbus gestiegen, Ayse hat Ihre Fahrt wegen starker Erkältung um einen Tag verschoben.
 
Irgendwie hatte Ayse da einen ganz guten Instinkt, denn wir waren 7 Stunden lang in einem Tiefkühlschrank unterwegs, und ich dachte ich wäre mit meinem Pulli gut gerüstet. Ich hatte schon Visionen von Frostbeulen an meinen Zehen als wir dann doch noch etwas benommen in Kuala Perlis erlöst wurden. Vielleicht wollte der Schicksalsgott uns nur daran erinnern wie weihnachtlich kalt es in Deutschland sein kann - vielen Dank an dieser Stelle, hätten wie nämlich beinahe vergessen. Also schnell auf die Fähre, die in etwa einer Stunde die Überfahrt zur Insel bewältigt. Dort angekommen, in Kuah um genau zu sein, mieteten wir ein Bike um auf die andere Seite der Insel anzukommen.

IMG_4347 (Small).JPGIMG_4372 (Small).JPG Willkommen auf Langkawi…

Da ich als alter Koh Chang Biker schon massenweise Kilometer auf dem Buckel hatte (immer im Kreis um die Insel, ohne Kreuzungen), übenahm ich ohne mit der Wimper zu zucken die Aufgabe des Fahrers, das Freiheitsgefühl des Bikens hatte ich schon vermisst. OK, es war jetzt nich unbedingt ein Harley sondern ein Honda Mofa, aber immerhin mit einer Art Gangschaltung. Natürlich schaffte ich es durch meinen beruhigenden Fahrstil, das Vertrauen meiner Mitfahrerin samt Rucksäcken zu gewinnen.

IMG_4343 (Small).JPGIMG_4345 (Small).JPGIMG_4414 (Small).JPG Unser Hotel…

Über die hügeligen und schönen Kurven der Insel erreichten wir zu Mittag unser Sunset Beach Resort, ein sehr schön eingerichtetes Bungalow-Hotel mit kleinem Strandabschnitt. Nach dem ersten Strandabschnuppern und dem Feststellen von kleinen, stechenden Quallen (und einer Mega-Oschi-Qualle die kurz nachdem wir aus dem Wasser sind gestrandet ist) entschlossen wir uns wieder dem Ruf der Freiheit zu folgen und unternahmen eine Tour in den Norden. Dorothee mietete sich noch schnell ihr eigenes Mofa und es ging quer durch die Insel zum nördlichsten Punkt, Thanjung Rhu, wo mehrere Luxusresorts angesiedelt waren. Der Weg führt durch eine ländliche Gegend, wo viele Malaien selsbtgemachte Snacks anbieten (fritierte Bananechips, aber auch sehr leckere frittierte Süsskartoffelchips) und man auch an rustikalen Tankstellen günstigen Sprit auffüllen kann (2 RM der Liter, also 40 cent). Man trifft auch Wasserbüffel und Affen (die jetzt auch auf Dorothee’s Abschussliste stehen).

IMG_4563 (Small).JPGIMG_4385 (Small).JPGIMG_4381 (Small).JPG Impressionen von der Strasse (links die Tanke).

Am Strand konnte man gut relaxen, frische Kokosnüsse geniessen (und nein, ich habe keinen Durchfall von den Kokosnüssen bekommen) und sich bräunen, wir hatten nämlich durchgehend sonniges Wetter. OK, die Strände und das Wasser kann man gar nicht wirklich mit der Trauminsel Perhentian auf der Ostküste (siehe hier und hier) vergleichen, erst recht nicht weil es auf Langkawi Strassen, Autos und ganze Dörfer gibt, aber im Vergleich zum Grossstadtalltag in KL ist es auf jeden Fall entspannend.

IMG_4421 (Small).JPGIMG_4423 (Small).JPGIMG_4379 (Small).JPGIMG_4439 (Small).JPG Impressionen vom Thanjung Rhu Strand, im Norden der Insel.

IMG_4402 (Small).JPGIMG_4403 (Small).JPG Sonnenuntergang.

Nachdem wir im Strandsand noch unseren verpassten Schlaf nachgeholt hatten, zwei Bekannte von Ayse zum Abendessen getroffen hatten, Ayse am Flughafen abgeholt hatten und noch vom Alkoholsteuerparadies Langkawi profitierten (Das Tigerbier kostet 2RM die Dose anstatt 5RM), haben wir gleich noch die berüchtigte Reggae Bar ausprobiert, der einzige wirkliche Ausgehtreff auf der Insel. Anscheinend haben hier Jamaikaner sehr gute Consulting-Arbeit geleistet, die Rasta der Bandmitglieder sind auf jeden Fall authentisch, und der Spirit wohl auch. Unschlagbar auf jeden Fall die Getränkepreise: Meinen Liebling, den weissen Russen, gibt es dort fuer 15 RM, und ein Bier fuer 5, eine gute Basis fuer einen gelungen Tagesausklang.

IMG_4560 (Small).JPGIMG_4555 (Small).JPG Die Reggae Bar.
IMG_4437 (Small).JPG Beachlife..

Und schon wachten wir am 24. auf… Weihnachten! Weihnachten?? Erstmal zum Strand düsen und chillen. Die Landschaft auf der Insel ist ziemlich abwechslungsreich, erinnert manchmal an den deutschen Wald (dann wird es auf einmal ziemlich kuehl bei der Durchfahrt), dann an die suedfranzösischen Nadelwälder und schliesslich den tropischen Urwald. Ob meine Mitfahrerin Ayse die Landschaft so geniessen konnte weiss ich nicht, sie musste glaube ich noch den “Easy Rider Spirit” erlernen. Um Euch ein wenig dieses Lebensgefühl zu vermitteln, anbei ein Dokumentarfilm, der sehr emotionell erklärt warum es toll ist bei voller Fahrt Mücken zu schlucken.

Easy Rider Dokumentation (auf YouTube)

Und um einige Sicherheitsbedenken im Keim zu ersticken: anders als in Thailand herrscht in Malaysia Helmpflicht, die auch kontrolliert wird (in Malaysia gibt es fast täglich Strassensperren).

IMG_4348 (Small).JPGIMG_4351 (Small).JPGIMG_4446 (Small).JPG So sehen harte Biker aus…

IMG_4456 (Small).JPGIMG_4460 (Small).JPGIMG_4480 (Small).JPGIMG_4485 (Small).JPG Sonnenuntergangsphotoshootingergebnisse…

 

Doch nun rasch zum Abend. Nach einem schnellen Erfrischungsbier, lustigem Sonnenuntergangsphotoshooting und kleiner Bescherung (danke Ayse und Dorothee) ging es auch schon in Richtung Festmahl.
Das Weihnachtsdinner, das uns vom Hotel praktisch aufgebunden wurde, fand in einem netten Restaurant statt. Zusammen mit Markus, Thea, Ayse und Dorothee versuchten wir etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen, aber das faellt einem in tropischen Gefilden ziemlich schwer. Markus und Thea hatten es dann noch mit Santa-Claus-Mützen probiert, netter Versuch. Das Menü war recht ordentlich: Fisch-Satay auf Lemon-Grass-Sticks, Kürbis-Ingwer Suppe, Hummer und schliesslich French Bread. Der französiche Sauvignon Blanc Landwein liess jedoch ein wenig zu wünschen übrig.

IMG_4539 (Small).JPGIMG_4533 (Small).JPGIMG_4523 (Small).JPG Weihnachtsessen.

Anschliessend sind wir noch zur Oasis Bar neben unserem Hotel gegangen, wo am Strand ein Weihnachtsfeuer mit Marshmallowgrillen veranstaltet wurde. Alles ganz nett und gemütlich, aber nicht weihnachtlich. Ein wenig Weihnachtlichkeit fanden wir dann in der Reggae-Bar, wo viele ausgelassen mit Santa-Claus Muetzen feierten. Wir waren doch schon sehr weit weg von der deutschen Weihnacht.

IMG_4581 (Small).JPG Abfahrt…

Der Nachhauseweg am nächsten Morgen hat uns dann auch wieder zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht. Geschätzte 12 Stunden vom Hotel bis zurück in die Wohnung in KL, da wird man wohl nächstes Mal den Flieger nehmen. Wenigstens war diesmal die Klimaanlage nicht auf “Gefrierpunkt”eingestellt.

An dieser Stelle möchte ich mich noch fuer alle Weihnachtsgrüsse sowie Geschenke bedanken. Frohes neues Jahr!

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