Orang Asli

26 June 2006 | Reisen, Kultur | No Comments

Orang Asli
In Kuala Tahan im Taman Negara Nationalpark hatten wir das seltene Glueck einige Ureinwohner Malaysias kennenzulernen. Der nette Malaye “Mi” (Kurzform von Azmin) hat sie vor unserer Bleibe getroffen und uns vorgestellt. Die 5 Jungs waren sehr schuechtern. Sie leben im Wald und sind Farmer. Der aelteste (im Blauen Shirt) ist 20 Jahre alt und passt auf seine Brueder und Cousins auf. Er kann sogar lesen, worauf er stolz ist. Was kann man noch sagen? Fussball interessiert sie nicht so, aber James Bond Filme schauen sie sehr gerne. :)

 

Orang Asli ist die Sammelbezeichnung einer Vielzahl von Ethnien, die vielerorts auf der Halbinsel noch als Halbnomaden herumziehen. Unter Ihnen sind die den Negritos zugeordneten Semang die älteste gruppe der Orang Asli. Nur noch etwa 2000 leben in Malaysia. Ihres negriden Aussehens wegen haben ihnen die Europäer den Namen Negritos (Negerlein) gegeben. Die Semang sind höchst demokratisch organisiert und haben einen gewählten Anführer. Meist ist das der Älteste, der jedoch jederzeit abgewählt werden kann. Sie teilen Jagdbeute und sonstige Nahrung innerhalb ihrer Gruppen, die aus einzelnen Familienverbänden, aber nicht mehr als 30 Personen bestehen. Ihr einziger Besitz sind sind Obstbäume (meist Durianbäume), deren Früchte wiederum aufgeteilt werden, und die Blasrohre. Diese äußerst gefährlichen Waffen messen gut zwei Meter in der Länge. Mit Gift aus Baumsäften und mit Wespen- oder Schlangengift bestreichen die Orang Asli die Pfeile und töten so Vögel, Affen, Wildkatzen und Wildschweine.

Unter den Vorzeichen des Fortschritts und durch die Vernichtung des Waldes drängt man die Orang Asli in die Sesshaftigkeit, will sie zu zivilisierten Malaysiern umerziehen. Stolz verweist die Regierung auf medizinische Betreuung und Schulausbildung, die sie offiziell den Ureinwohnern angedeihen lässt. (Auszug aus Nelles Guide Malaysia)

Mi und die Crew Mi (im Lila Dinsgda) und die Orang Asli

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